Vibe Coding und KI-Agenten verändern, wie wir Software denken, entwickeln und nutzen. Unternehmen sehen sich plötzlich mit einer Flut an KI-Artefakten konfrontiert – ohne klare Verantwortlichkeiten, ohne Bewertungsmaßstäbe. Menschen, die Verantwortung übernehmen und wissen, wie KI wertstiftend eingesetzt wird, werden damit zum Erfolgsfaktor.
Der EO Day 2026 am 18. Juni in Stuttgart bot spannende Impulse, ehrliche Einblicke, der direkte Austausch mit Gleichgesinnten – und Antworten auf die Frage, die alle umtreibt: Wer behält den Überblick, wenn alle viben?
Practice Sessions – Die Geschichten der Owner
In vier Practice Sessions zeigten BARMER, Bosch eBike Systems, Finanz Informatik und Siemens, wie sie KI-Initiativen vom Experiment in den Regelbetrieb überführt haben – mit allem, was dazugehört: Entscheidungen, Rückschläge und dem, was wirklich funktioniert hat.
Vom Hype zum Vibe
Der Vibe ist demokratisch, die Wertschöpfung nicht – mit dieser These eröffnete Kai Müller, CEO Experience One, seine Keynote zum EO Day 2026. Coding ist Commodity geworden, Prototypen entstehen in Minuten. Doch was schnell beeindruckt, hält selten ohne Struktur: Wer Artefakte ungeprüft in den Produktivbetrieb übernimmt, riskiert hohe Kosten und schwindendes Vertrauen in KI-Initiativen. Der Weg zu echtem Unternehmenswert führt über drei klare Schritte: das Spielfeld bewusst verkleinern, verbindliche Spielregeln etablieren – und vor allem: Ownership übernehmen.
Genau diese Frage stand im Zentrum des anschließenden Panel-Talks. Human Nagafi (1789 Innovations), Dionysios Satikidis (Mercedes-Benz) und Prof. Dr. Lutz Göcke (Hochschule Nordhausen) diskutierten mit Kai Müller, wie Unternehmen aus Experimenten lernen, Wissen sichern und vertrauenswürdige KI-Workflows aufbauen, statt im Trial-and-Error zu verharren.